03.10.2017




wirrwarr I

da sind wiederstände und ich frage mich ob sie als parallele linien in der lebenszeit mitlaufen, ich frage mich ob sie manchmal unsichtbar werden und versuche sie zu greifen, wenn ich sie nicht sehen kann, ich glaube nämlich dass ich dann besser vorbereitet bin wenn sie plötzlich sichtbar werden und bilde mir ein, ich könnte sie dann kontrollieren, könnte sie sichtbar und unsichtbar machen wann ich das entscheide, die wiederstände.

ich mache gerade, kontrollierte schnitte in meinen bauch, also eigentlich mache nicht ich sie, andere machen die aber ich kontrolliere, dass sie gerade sind und dass sie dann einmal von unten nach oben gehen, ein gerader kontrollierter schnitt und danach wüste, brachland.

mal wieder die weisheit mit löffeln gefressen? frage ich mich als ich rede und rede und alles einen sinn ergibt, obwohl ich weiß, dass das alles keinen sinn zu ergeben hat und dass ich mich nicht mehr am sinn festhalten möchte. die party findet in zwei unterschiedlichen räumen statt und ich sitze absichtlich in raum b während er in raum a sitzt oder eben umgekehrt. das ist ein gutes beispiel für den geraden schnitt, und trotzdem sind meine knie weich und ich lehne mich am weichen kopfende an.

sie gehen jetzt wieder glück fressen, ballern sich jetzt schon energie rein damit sie den weg zum glück packen. ich bin nicht einverstanden damit und träume wirr auf einer fremden matratze. ich stehe auf und fahre mit dem fahrrad durch riesige pfützen. die welt hat sich um einige meter in eine richtung verschoben, ich weiß nicht in welche und das ist auch gar nicht wichtig. (im zweifelsfall halt immer nach vorn.)

ich suche krampfhaft nach einem gefühl in meinem bauch und bin mir sicher, dass ich es nicht finden werde. ich muss meinen versuchspartner noch fragen, ob er cool damit ist, an meinem experiment teilzunehmen. in meinem kopf erstelle ich eine exeltabelle.
das experiment könnte jederzeit beendet werden und es würde den lebensstandart nicht senken.
das ist nicht das, was wir wollen.

mein herz schlägt sehr regelmäßig. 

23.07.2017

ahoj, sexy
diskurs minus eins

'das gefühl lässt mich nicht los.'
'welches gefühl?'
'unsterblichkeit.
und dann in den ruhigen momenten: sterblichkeit. wie ein softball beim völkerballspielen im sportunterricht (was für ein merkwürdiges wort, völkerball) so richtig in die fresse. dann zappel ich so herum und versuche meine gliedmaßen mittels verdrängung unter kontrolle zu bekommen, also wieder unsterblich zu werden für den rest meines lebens.'
'cool kids don't die?'
'cool kids don't die.'
'ist halt der kreislauf des lebens, ne? pflanzen sterben auch.'
'halt die fresse, du kapierst ja gar nichts. und ich sterb ja eh nicht.'
(hätte ich gerne gesagt, hab ich aber nicht.)

minus zwei
jetzt, wo du dich ganz und gar verpisst hast gibt es keine entschuldigung mehr. ich träume, da breche ich dir das genick. irgendwann im reallife werde ich dich mit schweigen strafen oder so tun als wär nichts (weil ich feige bin, wie immer) und es wird dich alles nicht interessieren, hat nie jemanden interessiert, ist schon okay, boy. verstümmel dich ruhig weiter.

minus drei 

ich so: grinsebacke. irgendwann ist das endorphin aufgebraucht. obwohl hier weiter grinsebackenmomente, sowieso, bloss grinsebackenmomente soweit das auge reicht (und das gefühl.)
who the fuck wants to die in paradise?

 

10.04.2017

du

deine gehirnströme laufen in besonderen bahnen. sie laufen nicht gegen den uhrzeigersinn und sie laufen nicht darin. sie laufen fokussiert und sie laufen ins nichts.
du faszinierst mich. wie du in deinen bildern denkst und dein gesicht ist ganz lebendig. wenn ich mir photos von dir ansehe dann tritt dein gesicht aus ihnen hinaus und bewegt sich. ich streiche darüber und denke mir, das ist zauberei, die oberfläche ist ja ganz glatt.

ich trau mich nicht zu fragen, was in deinem kopf ist, wenn du an uns denkst. ich habe angst, ich ahne, da ist nicht genug wir. ich weiß, da ist nicht genug wir. vielleicht kann ich nicht genug sein, vielleicht kann niemand genug sein in diesem moment, deine gehirnströme konzentrieren sich in anderen ecken deines kopfes.

es ist viel passiert und es ist wenig passiert. es ist genug passiert bis hierhin und ich habe angst. ich ahne, ich beschließe, meine gehirnströme laufen in einem sinn und sie fokussieren sich auf andere art und weise. ich habe so oft bauchschmerzen und das weißt du nicht, ich möchte dich nicht verjagen, ich möchte deine besonderheit behalten und ansehen, ich möchte sie so oft ansehen und ich ahne, in deinem kopf ist nicht genug wir und ich ahne es schon, bald

bald erzähle ich geschichten von dir und wie schön besonders du bist, und ich erzähle geschichten davon wie du manchmal da warst in dieser zeit und wie gut es war, dass du einfach da warst und wie sehr ich dich vermisse und wie schön es war, auf der oberfläche einer anderen welt zu schwimmen.


du, es wird sommer. gerade stürzen die temperaturen rapide ab, aber ich weiß, es wird sommer. und du hast mich ein wenig über den winter gebracht.